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Studie zur Wirtschaftlichkeit von gewerblichen Eigenverbrauchsanlagen

REC hat in einer Studie die Wirtschaftlichkeit von gewerblichen Eigenverbrauchsanlagen analysiert. Ein zentraler Aspekt der Untersuchung sind die regulatorischen Auswirkungen auf die Profitabilität, wie beispielsweise falls Eigenverbrauch umlagepflichtig würde.

Die Studie unterteilt Unternehmen dazu anhand ihrer Stromabgaben in die drei Segmente Handel, produzierendes Gewerbe und Schwerindustrie. Anschließend sind für jedes Unternehmenssegment die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen wie beispielsweise die Amortisationsdauer, der Nettobarwert oder der interne Zinsfuß berechnet worden, indem Einsparungen aus dem Eigenverbrauch mit Rückflüssen aus der Einspeisevergütung und dem vermiedenen Strombezugspreis verglichen wurden. Zur Analyse hat REC reale Lastprofile aus den drei Segmenten herangezogen, beispielsweise einen Supermarkt für den Bereich Handel oder einen Polstermöbelhersteller für das produzierende Gewerbe.

Studie zur Wirtschaftlichkeit von gewerblichen Eigenverbrauchsanlagen (5 MB)

Pressemeldung zur Studie

Whitepaper zum Eigenverbrauch

 

Zentrale Erkenntnisse

  • Innerhalb der nächsten 20 Jahre wird der Strombezugspreis für den Handel und das produzierende Gewerbe leicht sinken. Grund dafür ist, dass sich die EEG-Umlage erheblich verringert, sobald die hohe Einspeisevergütung alter Solar- und Windanlagen ausläuft. Für die Schwerindustrie hingegen steigen die Kosten, da die Steuern und Abgaben bereits heute so gering sind, dass sie den steigenden Börsenstrompreis nicht kompensieren.

  • Eine Solaranlage mit Eigenverbrauch ist für das Segment Handel am attraktivsten, dicht gefolgt von dem produzierenden Gewerbe. Für die Schwerindustrie gibt es kaum finanzielle Vorteile. Die Amortisationszeit beträgt beim Handel je nach Standort 7,4 bis 9 Jahre, beim produzierenden Gewerbe zwischen 8,1 und 10,1 Jahren und bei der Schwerindustrie zwischen 12 und 15,5 Jahren. Die hohen Steuern und Abgaben machen den gewerblichen Eigenverbrauch von Solarstrom attraktiv.

  • Eine Solaranlage mit Eigenverbrauch und Ost-West Ausrichtung hat drei Vorteile:
  1. Sie hat eine kürzere Amortisationszeit: Im Segment Handel ist diese um ein bis zwei Jahre kürzer als bei einer Anlage mit Südausrichtung.
  2. Aufgrund der geringeren Investitionskosten steigt die Wirtschaftlichkeit für eine Solaranlage mit Ost-Westausrichtung.
  3. Die Eigenverbrauchsrate ist durch eine bessere Anpassungsfähigkeit an das Lastprofil höher – für das Segment Handel steigt diese im Vergleich zu einer Südanlage um bis zu fünf Prozent.
  • Mit höheren Abgaben und Steuern auf den bezogenen Strom, steigt der Nettobarwert (NPV), d.h. der Gewinn der Anlage nach allen abgegoltenen Investitionskosten und unter Berücksichtigung der Kapitalkosten. Umgekehrt gilt, dass bei sinkenden Steuern und Abgaben der Nettobarwert schrumpft. Grund hierfür ist, dass die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage von dem eingesparten Strombezugspreis abhängig ist. Je höher die Steuern und Abgaben auf den Strombezugspreis sind, umso mehr Geld spart der Anlgenbesitzer durch den solaren Eigenverbrauch ein.

  • Sollte der Eigenverbrauch von Solarenergie EEG-umlagepflichtig werden, ist die Solaranlage ür den Handel wirtschaftlich weniger attraktiv. Wird eine reduzierte EEG-Umlage von 3,12 ct/kWh auf den Eigenverbrauch erhoben, sinkt der Nettobarwert einer Solaranlage im Handel um 23 Prozent. Wird die volle EEG-Umlage erhoben, bricht der Gewinn um bis zu 50 Prozent ein.

  • Das produzierende Gewerbe würde von einer EEG-Umlage derart stark getroffen, dass Investitionen in Solaranlagen von Unternehmern in diesem Segment vermutlich nicht mehr rfolgen würden: Bereits bei einer reduzierten EEG-Umlage von 50 Prozent, was 3,12 ct/kWh entspricht, sinkt der Nettobarwert um gut 80 Prozent. Bei einer vollen Umlagepflicht auf den Eigenverbrauch wäre die Anlage nicht mehr wirtschaftlich (NPV von -91 €/kWp).