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Unternehmensgeschichte

REC ist ein erfahrenes Unternehmen in einem jungen Industriezweig. Das Unternehmen wurde am 3. Dezember 1996 in Norwegen gegründet und ist seitdem rasant gewachsen. Heute zählt es zu den führenden Unternehmen in der globalen Solarindustrie.

Entgegen aller Erwartungen

Ein Solarenergie-Unternehmen mit Sitz am nördlichen Rand von Europa  - das könnte sich gegensätzlicher nicht anhören, aber der Gründer von REC, Alf Bjørseth, erkannte, dass Wasserkraft im Überfluss und eine lange Tradition sowie ein umfassendes Know-how im Bereich der Metallindustrie seiner Geschäftsidee zugutekommen würden. Alles fing 1994 mit der Idee an, dass Solarzellen aus multikristallinen Wafern die führende Technologie in einer Industrie werden würden, die gerade Tempo aufnahm. 

 

Neue Technologien treten an die Stelle alter Industrien

In etwa zum gleichen Zeitpunkt wurde eine regionale Produktionsstätte für Ammoniak in Glomfjord, im nördlichen Teil Norwegens, geschlossen und Reidar Langmo tat sich mit Alf Bjørseth zusammen, um an diesem Standort mit der Produktion von Wafern zu beginnen. Der erste Wafer ging im Sommer 1997 vom Band, wobei die Gründer selbst in der Fabrik standen und diesen von Hand säuberten.

 

Der Solarmarkt geht ans Netz

Zu Beginn der Geschichte der Solarenergie, war der Markt hauptsächlich „off-grid“, also nicht an das Stromnetz angeschlossen und somit, in einem Bereich vertreten, in dem die Photovoltaik mit geringen oder gar keinen Fördermitteln gut mithalten konnte. 

Deshalb gründeten Erik Sauar, Jan-Olaf Willums und Alf Bjørseth 1998 SolEnergy und bekamen wenige Zeit später den Auftrag, 50.000 Wohnhäuser in Südafrika mit Solarsystemen auszustatten. Zudem gründete das Unternehmen eine kleine Produktionsanlage für Solarmodule in Namibia. Im Jahr 2000 sah sich die neue südafrikanische Regierung mit internen Konflikten konfrontiert, wohingegen in Deutschland und Japan weitreichende Förderprogramme für eine Einspeisung von Solarenergie in das Netz gestartet wurden. Ab diesem Zeitpunkt verlagerte sich der Marktschwerpunkt in Richtung netzgekoppelte Anlagen und auch REC entwickelte daraus seinen Unternehmensschwerpunkt. Die Erfahrungen, die in Namibia im Bereich der Herstellung von Modulen gemacht werden konnten, wurden für die Produktion des ScanModule AB ausgebaut.

 

Weltweite Expansion

Im Jahr 2000 konnte das Unternehmen mit dem damaligen Namen ScanWafer große Verträge mit Mitsubishi Electric und Shell Solar abschließen und plötzlich überstieg die Nachfrage nach Wafern das Angebot.

Es wurde Zeit für eine erste Expansion und 2001 konnte ein zweites Werk in Glomfjord eröffnet werden. Mittlerweile war ScanWafer zum größten Hersteller multikristalliner Wafer geworden.

Das Rohmaterial – Silizium für Solaranwendungen – war im Überfluss vorhanden, weshalb sich viele überrascht zeigten, als das Unternehmen 2002 in ein Siliziumwerk in Moses Lake, Washington State, USA, investierte.

Das dritte Wafer-Werk konnte 2003 in Herøya, Norwegen, eröffnet werden. Zu diesem Zeitpunkt kündigte sich auch eine Wende hinsichtlich der Verfügbarkeit des Rohmaterials an: Während der Rest der Industrie Schwierigkeiten hatte an Silizium für Solaranwendungen zu kommen, war REC auf der sicheren Seite. Zu diesem Zeitpunkt führten zudem die Konflikte im Nahen Osten zu steigenden Ölpreisen. Es sah so aus, als ob REC eine strahlende Zukunft bevorstehen sollte. Zudem eröffnete das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt auch eine Produktionsstätte für Solarzellen in Narvik, Norwegen, und ein Werk für die Herstellung von Solarmodulen in Glava, Schweden.

 

Börsengang

Der Gründer Alf Bjørseth übergab das Unternehmen 2005 an Erik Thorsen. Im Mai 2006 wurde REC an der Osloer Börse notiert, mit einem Kurs von 55 Milliarden NOK. Unter Thorsen konnte das Unternehmen deutlich expandieren und entwickelte sich schnell weltweit zum größten integrierten Unternehmen im Bereich der Solarenergie.

 

Singapur

Ein profitables Wachstum und die Senkung von Kosten ermöglichtem dem Unternehmen eine weitere Expansion: REC begann mit der Erkundung der Möglichkeiten hinsichtlich der Konstruktion einer integrierten, hochmodernen Produktionsanlage für Solarmodule. Es wurden rund 200 mögliche Standorte evaluiert, bis REC sich schließlich für Singapur entschied. Im Juni 2008 ließ sich REC auf eine Investition in Höhe von 13 Milliarden NOK (rund 3.359 Millionen SGD) ein, um einen Produktionskomplex für Wafer, Solarzellen und Solarmodule in Tuas View zu errichten.

 

Entwicklung einer Industriekultur

Nach mehreren Jahren intensiver Expansionen war jetzt der Zeitpunkt gekommen, um eine starke Industriekultur weiter auszubauen, weshalb Ole Enger im April 2009 neuer Präsident und CEO von REC wurde. 2009 blieb auch REC nicht von den großen Umbrüchen in der Weltwirtschaft verschont: Die Ergebnisse mussten unter dem rauen Marktklima leiden. Zu den positiven Entwicklungen dieser Periode zählt jedoch die Erfindung der neuen Wirbelschichtreaktor-Technologie von REC zur Herstellung von Polysilizium.

 

Große Neueröffnungen

2010 war das Jahr der großen Neueröffnungen bei REC, mit der offiziellen Einweihung der Erweiterungsbauten bei REC Silicon am 11. Oktober, sowie der offiziellen Eröffnung des integrierten Werks in Tuas, Singapur, am 3. November. Diese Ereignisse markierten den Übergang von einer Periode mit zahlreichen Expansionen, hin zu einem stabileren Betrieb. Gegen Ende des Jahres wurde das Werk für die Herstellung von Solarmodulen in Glava, Schweden, geschlossen.

 

Eine strahlende Zukunft

Da die operationellen Synergien zwischen dem Geschäftsbereich Solar und Silizium bei REC zurückgehen, beschloss REC 2013 eine Aufteilung des Unternehmens in zwei Geschäftsbereiche: Silizium und Solar. Beide Bereiche sind seitdem als unabhängige Unternehmen eingetragen. Das neue Solarunternehmen – REC Solar ASA – behält sowohl den Namen als auch die Marke REC bei. REC Solar bleibt seinem europäischen und norwegischen Erbe weiterhin treu, indem es an der Osloer Börse notiert ist (Ticker: RECSOL) und von Øyvind Hasaas als Präsident & CEO am Sitz in Singapur geleitet wird. Die Aufteilung konnte im Oktober 2013 abgeschlossen werden. Seitdem kann REC mit einer noch solideren finanziellen Basis aufwarten, die dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil garantieren und ihm eine noch strategischere Marktposition verschaffen wird.